Kampagne Castor Schottern
Pressemitteilung Nr.2/2011 vom 18. Februar 2011

+++ Nur massiver Protest und Widerstand kann ein tatsächliches Ende der Atomenergie durchsetzen +++

Angesichts der Entwicklungen in Japan und des Lavierens der AtompolitikerInnen in Deutschland bekräftigt die Kampagne Castor Schottern die Notwendigkeit massenhaften Widerstands, sei es auf der Straße,beim Belagern eines Energiekonzerns oder bei anderen phantasievollen, energievollen und ausdrucksstarken Aktionsformen.

Hanna Spiegel: „Wer die sofortige Abschaltung der AKWs will, darf nicht auf Wahlergebnisse und Wahlversprechen vertrauen. Wir unterstützen die Demonstrationen vom 26.3. und jede andere Art von Protest und Widerstand.“

Sonja Schubert: „Die mörderische Profitlogik, der die Atomkonzerne und ihre Regierungen folgen, gefährdet weltweit Menschen. Wir richten uns angesichts der aktuellen Katastrophe von Japan und den weltweit drohenden Atomkatastrophen nicht nach der Gültigkeit von Gesetzen, die die Interessen der Atomkonzerne schützen. Wir werden dieses Jahr wie im letzten Jahr beim Schottern mit immer mehr Menschen vom Protest zum Widerstand übergehen.“

Peter Bachstein „Unter dem Eindruck dieses atomaren GAU müsste selbst der dümmste Staatsanwalt sofort alle Ermittlungen gegen AtomkraftgegnerInnen einstellen. Diese handelten verantwortungsbewusst und im Sinne des Menschenrechts auf Leben, als sie im vergangenen Jahr den Castor stoppten. Ihre weitere Kriminalisierung ist politisch nicht durchsetzbar. Der Kampf gegen den atomaren Wahnsinn, der die ganze Menschheit vernichten kann, ist auch mit den dicksten Gesetzesbüchern nicht zu verhindern.“

Christoph Kleine: „Angesichts der menschengemachten Katastrophe von Fukushima verbietet sich nicht nur der weitere Betrieb von AKWs, sondern auch jeder Versuch, einen hochgefährlichen Atommüllzug durch dicht besiedeltes Gebiet in ein ungesichertes Zwischenlager rollen zu lassen. Wenn die Bundesregierung in diesem Herbst dennoch einen Castortransport nach Gorleben durchprügeln will, so wird dies auf noch weit massiveren Widerstand treffen als noch 2010.“

Mischa Aschmoneit: „Wenn ich heute lese, dass die Atomkonzerne EON und RWE rechtliche Schritte gegen die Stillegung ihre Schrottmeiler erwägen, kommt mir die Galle hoch. Die Energiekonzerne können und müssen umgehend entschädigungslos enteignet und anschließend vergesellschaftet und demokratisch von unten dezentral kontrolliert werden.“

Aktuelle Informationen: http://www.castor-schottern.org/