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Standing Rock WasserschützerInnen treffen Klimabewegte im Hambacher Forst

WasserschützerInnen informieren über Kampf gegen Ölpipeline + gemeinsame Waldführung mit 300 Teilnehmenden + globale Klimabewegung stärkt sich in lokalen Kämpfen

Kerpen, 04.06.07 Am Sonntag habenrund 300 Menschen bei einem Waldspaziergang durch den vomKohleabbau bedrohten Hambacher Forst der Standing Rock Bewegung den Rücken gestärkt. Die vier indigenen WasserschützerInnen Rachel Heaton, Wašté Win Young, Nataanii Means und Rafael Gonzales aus den USA nahmen an der Führung teil. US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag den Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen angekündigt und nahm am 1. Juni die Ölpipeline, gegen die sich der Protest richtet, in Betrieb. Dagegen stärkten sich am Wochenende die lokalen Bewegungen in ihren Kämpfen gegen fossile Energieträger. „Wir sind an verschiedenen Orten in der Welt, aber wir kämpfen für die gleiche Sache.“, betont Rafael Gonzales, der mehrere Monate in einem Protestcamp in North Dakota gelebt hat. Bereits am vorigen Samstag waren 160 Menschen bei einem Vortrag über die Bewegung aus den USA, die sich auch für die Rechte von Indigenen und Klimaschutz einsetzt.

Vor einem Jahr haben indigene Gruppen begonnen mit Protestcamps gegen die Dakota Access Öl-Pipeline zu demonstrieren. Die Pipeline kreuzt direkt beim Lakota Reservat „Standing Rock“ den Missouri River und droht das Trinkwasser von 18 Millionen Menschen zu kontaminieren. In einem offenen Brief an Trump schreiben sie: „Wir werden weiter kämpfen: Für das Wasser, für Umweltgerechtigkeit, für Indigene- und Menschenrechte und für Mutter Erde. Wir werden niemals aufgeben.“

Der Waldspaziergang wurde von dem Naturführer Michael Zobel geleitet. Ganz in Rot gekleidet zogen die TeilnehmerInnen erneuteinerote Linie vor dem einst 5500h großen Hambacher Restwald. Im Anschluss gabenNataaniiMeans und Rafael Gonzales ein Hip Hop Konzert in der Nähe der Wiesenbesetzung am Waldrand. NataaniiMeans bestärkte die rheinländische AktivistInnen: „Ich bin in einer Kohle- und Uranabbauregion aufgewachsen. Mein Vater und viele meiner Verwandten sind an den Folgen der Tagebaue gestorben. Deshalb unterstütze ich den Widerstand hier.“

Der Tourstopp wurde organisiert von der Gruppe ausgeco2hlt. Auch in diesem August finden mehrere Klimacamps und Aktionen gegen Kohleabbau im Rheinland statt. Dazu gehören neben den Massenaktion zivilen Ungehorsams des Bündnisses Ende Gelände auch Kleingruppenaktionen und eine Rote Linien Menschenkette.

Weitere Informationen

Den offenen Brief an Donald Trump finden Sie hier: https://standupwithstandingrock.noblogs.org/open-letter-to-president-donald-trump/

Bilder folgen in Kürze hier:https://www.flickr.com/photos/148272514@N02/sets/72157684576979335/with/35013801826/

Informationen über die Initiativen:

https://standupwithstandingrock.noblogs.org
http://www.ausgeco2hlt.de/
http://www.ende-gelaende.org/
http://www.klimacamp-im-rheinland.de/

Hambachbahn sabotiert!

Gefunden auf: https://linksunten.indymedia.org/de/node/204825:

„Am 21.02.17 haben wir die Hambachbahn sabotiert. Wir haben einen Kurzschluss an den Oberleitungen verursacht, indem wir Drahtseil, an dem an beiden Enden ein Stein festgemacht war (mit Gaffa-tape), darauf geworfen haben. Das sollte fürs erste alle Kohlezüge im Umfeld zum anhalten bringen.

Diese Aktion soll eine Antwort auf die vor ein paar Tagen wieder begonnen Rodungsarbeiten im Hambacher Forst sein.

Probiert es auch aus, es macht Spaß. Ihr müsst einfach eine Brücke über den Gleisen finden. Wenn das Drahtseil die Oberleitungen trifft entsteht ein großer Lichtblitz (mensch sieht fürs erste nix mehr) und es macht einen lauten Knall. Also schaut euch erst die Umgebung an, ob da irgentwo Securitys stehen.

Free Turt*le, Free Thunfisch, Freedom for all Prisoners!“