Archiv für Januar 2012

Klimagerechtigkeit bleibt Handarbeit!

Ziviler Ungehorsam und Direkte Aktionen in der Klimabewegung

Die 17. UN-Klimaverhandlungen in Durban (COP17) im Dezember 2011 haben wieder einmal gezeigt, was den meisten Menschen spätestens seit dem COP 15 im Dezember 2009 in Kopenhagen klar sein dürfte: Der internationale UN-Klimaverhandlungsprozess ist tot und wird auch in Zukunft keinen Betrag zur Lösung der Klimakrise beitragen, dessen Eskalation immer weiter voranschreitet. Die gerechte Gestaltung des jetzt schon nicht mehr aufzuhaltenden Klimawandels wird nur durch den Druck von sozialen Bewegungen und einer entstehenden globalen Zivilgesellschaft möglich sein, da die Staaten durch die internationale Konkurrenz um kurzfristige Standortvorteile, „Wachstumszwang“ und den fossilen Lobbyismus gefangen sind. Die Kämpfe und Bemühungen der Klimabewegung kommen oftmals in verschiedenen „Frameworks“ daher, die alle ihre eigene Berechtigung haben: der Kampf für Klimagerechtigkeit, Energiekämpfe, Kämpfe für Ernährungssouveränität oder Bewegungsfreiheit, der Widerstand von Indigenen gegen den Raub und die Ausbeutung ihres Landes sowie die Proteste gegen Infrastrukturprojekte wie Rootforce in Mittelamerika, der Flughafenbau in Nantes/Frankreich, die Hochgeschwindigkeitszugstrecke inVal di Susa/Italien oder Stuttgart 21. (mehr…)

Danish National Court rules mass arrest to be illegal!

25. of January 2012:

The Danish police broke the law when they detained thousands of climate protesters on December the 12th and four other dates during the COP15 in Copenhagen. The National Court of Denmark confirms the ruling of the City Court of Copenhagen and declares all five mass-arrests during the COP15 illegal .

In addition the court ruled that article of the European human rights convention was violated on December the 12th as the police degraded and mistreatted the arestees. Thus compensation of up to 9000 Danish Kroner should still be awarded to the ones who filed complaints in due time. All in all the Danish police will be handing out compensations in the millions.

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Anyone who were preemptively arrested during the Climate Summit in Copenhagen in 2009, but never complained, should contact the Danish legal group RUSK. Then there might be a possibility to get compensation as well, even though you were not part of the lawsuit. Email kontakt ät rusklaw.org …(please specify name, address, nationality, and date, place and time of the arrest.

////Copenhagen Climate Collective
http://www.climatecollective.org/en/start/

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Strategie- und Aktionskonferenz „Energiekämpfe in Bewegung!?!“

Freitag, 03. Februar bis Sonntag, 05. Februar 2012
in Berlin (Kreuzberg), Mehringhof, Gneisenaustr. 2a

Jenseits von Anti-Atom sind Energiekämpfe noch nicht richtig in Bewegung, geschweige denn in einer „linken Energiebewegung“ angekommen. Es liegt jedoch auf der Hand, dass systemkritische und massive Interventionen auf breiter Front notwendig sind. Während der Klimawandel ungebremst voranschreitet und die Staaten auf nationaler und internationaler Ebene unfähig sind, dem entgegen zu wirken, ist die Einzige Antwort der Herrschenden auf die Krisen: Wachstum, Wachstum, Wachstum. Die Antwort muss jedoch von unten kommen. In lokalen Aktivitäten und dezentralen Initiativen werden an vielen Orten bereits Energiekämpfe geführt. Diese zu vernetzen und Gemeinsamkeiten herauszustellen, um zusammen aktiv werden zu können, ist unser Ziel.

Auf der Strategie- und Aktionskonferenz wollen wir unter anderem diskutieren und beraten

  • wie Anti-Atom, Anti-Kohle, Anti-CCS etc. zu einem gemeinsamen „Energiekämpfe-Projekt“ wachsen könnte
  • was gemeint ist, wenn wir über „Klimagerechtigkeit“, „Energiedemokratie“, „Wachstumskritik“ u.ä. sprechen
  • inwiefern es gemeinsame gesellschaftspolitische Visionen gibt
  • ob und wie daraus eine gemeinsame Strategie werden kann, die ggf. gemeinsame Aktionen anleitet

Wir freuen uns auf eine Konferenz mit Menschen, die sich mit dem herrschenden Energieregime nicht zufrieden geben, sondern eine Energieversorgung wollen, die ökologisch vertretbar, sozial gerecht und basisdemokratisch organisiert ist. (mehr…)