Der Castortransport und die Laufzeitverlängerungen der Atomkraftwerke bestimmten im Herbst 2010 zweifelsfrei die energiepolitische Agenda in Deutschland. Auch an anderer Stelle richtet sich die Politik an den Profitinteressen einiger weniger Konzerne aus: So zum Beispiel in der Lausitz. Dort will Vattenfall 2011 neben eines der weltweit klimaschädlichsten Kohlekraftwerke Deutschlands erstes CCS-Kraftwerk bauen. Statt auf den Klimakiller Braunkohle zu verzichten, soll das CO2 am Kraftwerk abgeschieden und an anderer Stelle in Brandenburg unterirdisch „endgelagert“ werden. Außerdem beabsichtigt Vattenfall, den geplanten Tagebau Jänschwalde-Nord zu erschließen – ein Vorhaben für das auch mehrere Dörfer den Baggern weichen müssten.

Die Idee: Mit einem Camp in Brandenburg wollen wir im Sommer 2011 auf diesen energie- und klimapolitischen Wahnsinn aufmerksam machen. Hierbei möchten wir an die Erfahrungen aus dem Wendland und den vielen Klimacamps weltweit anknüpfen und ein möglichst breites Spektrum an energie- und klimapolitisch aktiven Gruppen bei der Planung und Durchführung einbeziehen. Vernetzung, Diskussion und widerständige Praxis sollen ebenso fester Bestandteil des Camps sein wie die basisdemokratische und ressourcenschonende Organisation.

PROGRAMM zur Aktionskonferenz (pdf)

Für uns sind Kohle- und Atomkraft keine Alternativen, sie sind die zwei Seiten einer Medaille. Nicht die ökonomischen Interessen von Energiekonzernen, sondern ein sozial-ökologischer Umbau der Energieversorgung sowie eine Demokratisierung der Energiewirtschaft müssen für die Energiepolitik richtungsweisend sein. Mit der Aktionskonferenz möchten wir einen Rahmen schaffen, um diese Ideen gemeinsam mit Euch zu erörtern und weiterzuentwickeln. Kommt zahlreich!